Wir haben im Lehrgang zum Social Media Manager das US-Unternehmen Klout getestet und analysiert – speziell auf die Frage hin, ob es in Deutschland wichtig ist, einen guten Klout-Score nachzuweisen, wenn man sich im Bereich Social Media karrieremäßig „nach oben schrauben“ will. Es wird ja immer von allen Seiten beanstandet, dass Klouts Messungen undurchsichtig und kaum aussagekräftig seien – doch spielen sie im Bewerbungsprozess eine Rolle? Und lässt sich der Klout-Score beeinflussen?

Was macht Klout

Der Dienst Klout misst vollautomatisch den Online-Einfluss von Personen, die in den verschiedenen sozialen Netzwerken aktiv sind. Dabei interessiert nicht so sehr, wie viele Fans, Follower, Kontakte etc. man hat – sondern wie hoch die Interaktionsrate ist und wie hoch der Klout-Score der Dialogpartner ist.

Der durchschnittliche Klout-Score liegt bei 40, theoretisch könnten maximal 100 Punkte erreicht werden. Barack Obama liegt zurzeit bei 99, seine Ehefrau Michelle Obama bei 89. Da Klout seine Algorithmen nicht öffentlich macht, beruht das ganze System auf Mutmaßungen. Viele einflussreiche Social-Media-Aktive sind nicht einmal bei Klout zu finden – obwohl Klout auch Daten von Personen misst, die sich nicht bei Klout angemeldet haben.

Wir haben verglichen, wie der Klout-Score sich verändert, je nachdem, ob man sich über Facebook oder Twitter anmeldet, ob man bei Instagram oder LinkedIn aktiv ist, ob man die Content-Planungs-Funktion von Klout nutzt oder Content-Empfehlungen folgt – und wir sind mit dem Ergebnis sehr unzufrieden.

Eine wirkliche Logik ist nicht erkennbar, Interpretationen, wie das Influencer-Scoring ermittelt wird, ergibt sich aus der Nutzung nicht. Tatsache ist, dass 750 Millionen User und neun S

ocial Networks erfasst sind. 45 Milliarden Interaktionen werden jeden Tag gemessen.

 

Die Cornell University Library hat im Oktober 2015 eine Studie veröffentlicht, bei der die Funktionsweise von Klout untersucht wurde. https://arxiv.org/abs/1510.08487

Ist der Klout-Score für Social Media Experten nun wichtig oder nicht?

Wir sind aufgrund unserer Recherchen zu dem Schluss gekommen, dass auch in Deutschland der Klout-Score von Personalchefs immer häufiger zu Rate gezogen wird, wenn Social Media Stellen besetzt werden sollen. Top-5-User beginnen bei 63. Mehr als 200.000 Unternehmen sind bei Klout gelistet, über die Klout-Themen und

Solltest Du bewusst nicht mit Klout zusammenarbeiten wollen, so wie wir, wäre es wichtig, das im Bewerbungsgespräch begründen zu können. Schlecht wirkt es auf jeden Fall, wenn man keine Ahnung hat, was „Klout“ eigentlich ist.

Seinen Klout-Score beeinflussen kann man dadurch, dass man Experte für ein Nischen-Thema wird, das viele Interaktionen hervorruft (also emotional ist). Aktivitäten und Blogbeiträge über LinkedIn können ebenso einen positiven Einfluss haben.

 

Ein Beitrag in cooperation mit SteadyNews https://steadynews.de/socialmedia